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Was ist Windows - Geschichte von Windows - Windows XP - Aussichten von Windows

Windows

Was ist Windows?

Windows sollte eigentlich jedem Computer-Benutzer ein Begriff sein. Laut Statistiken ist es momentan mit ~90% das meistbenutzte Destkop-Betriebssystem.

Ich bezeichne Windows als Mainstream-Betriebssystem, da es einen gewissen Präpotenzfaktor überschritten hat. Immer wieder kommt es vor, dass man um einen Text bittet, und dann ein Word-Dokument im .doc-Format erhält. Das ist aber nicht nur privat so, sondern auch im beruflichen Bereich kommt das vor.

Die vielgelobten Standards (SGML, XML, HTML, PDF,...) werden leider nicht eingehalten und die vielgelobte Plattformportabilität (Java), die angestrebt wird, ist im Alltag nicht spürbar. Stattdessen glauben unzählige Leute, die sich selbst als Kenner der Materie bezeichnen, dass ein Word-Dokument doch ein Standard ist.

Wirklich? Was ist mit Usern, die kein Office-Produkt von Microsoft besitzen? Ja, es existieren Alternativen wie StarOffice, OpenOffice und KOffice, allerdings gibt es da unter Umständen Kompatibilitätsprobleme, da Microsoft seinen Quellcode nicht offen legt, und so ein sauberes Importieren von Dokumenten nach Möglichkeit verhindert wird. Linux- und UNIX-User kennen das TeX bzw. LATEX-System und erkennen auch PDF als eine Art Standard an.

Doch soviel über Windows geschimpft wird (MAC-User, die speziell gegen alles schimpfen, was nicht von Apple ist), sich der Hype für Linux ins Unermessliche steigert, so muss Microsoft doch in einem gewissen Bereich akzeptiert werden. Denn was bringt es, gegen Windows zu schimpfen und man arbeitet in einem Unternehmen, das in einem gewissen Bereich eben auf Windows setzt?! Man sollte sich aber schon im Klaren darüber sein, dass nicht alles was vorgesetzt wird auch akzeptiert werden muß. Es gibt auch für Windows freie Software (siehe dazu auch meine Windows-Alternativen) und in vielen Situationen gäbe es eine (oftmals sogar viel bessere) Alternative zu dem Mainstream-Betriebssystem. Speziell im Heimanwender-Bereich bedarf es noch viel Aufklärungsarbeit, denn Internet Explorer ist kein Synonym für Browser und es gibt auch andere Mailclients als Outlook (Express).

Die Geschichte von Windows

Bill Gates Betriebssystem Windows ist 1985 das erste Mal vorgestellt worden. 1990 wurde es mit der Version 3.0 marktfähig und war eigentlich nur ein grafischer Aufsatz zu MS-DOS. Dadurch konnten Programme von Microsoft erstmals mit einer Fenstertechnik (Windowing-System) und Maussteuerung (was es zwar auch schon bei DOS gab, allerdings nicht in dem Ausmaß) angewandt werden. Neu für MS-DOS war allerdings die Fähigkeit, Multitasking zu betreiben.

1995 war dann das berüchtigte Jahr mit "Windows 95". Mit Riesenaufwand wurde es beworben und eigentlich war es DER Knackpunkt im Leben von Microsoft, da zu diesem Zeitpunkt, als andere System durch falsches Marketing und falsche Voraussagen in den Tod geritten wurden, auf einmal ein Komplettsystem zur Verfügung stand, bei dem auch Office-Produkte speziell als Aufsatz vertrieben wurden.

Windows 98 und Windows NT waren die Nachfolger, wobei NT für Unternehmen konzipiert war. Heute ist Windows ME für den privaten Bereich bzw. Windows 2000 für Unternehmen die aktuelle Windows-Plattform, wobei momentan gerade die Umstellung auf Windows XP sowohl im Heim- als auch im Firmenbereich erfolgt.

Timeline des Windows Kernel

Release Date

Windows Version

1985 Windows 1.0
1987 Windows 2.0
1990 Windows 3.0
1992 Windows 3.1
1994 Windows 3.11
1995 Windows 95 Codename Chicago
1997 Microsoft IE4 Codename Nashville
1998 Windows 98 Codename Memphis
1999 Windows 98 SE
1999/11 Windows Millennium Beta 2
2000 Windows ME
2001 Ende der Windows 9x Produktreihe

Timeline des Windows NT Kernel

Release Date

Windows Version

1993 Windows NT 3.1
1994 Windows NT 3.5
1995 Windows NT 3.51
1996/5 Windows Codename Cairo Beta 2
1996/8 Windows NT 4.0
1997 Windows NT 5.0 Beta 1
1998 Windows NT 5.0 Beta 2
1999 Windows 2000 (NT5) Beta 3
2000 Windows 2000
2000/7 Windows 2000 SP1
2000/10 Windows Whistler (XP/.NET) Beta 1
2001/3 Windows Whistler (XP/.NET) Beta 2
2001/5 Windows 2000 SP2
2001/10 Windows Whistler (XP/.NET) Final

Tabellarischer Überblick über die Entwicklung von Windows

Datum:

August 1981
März 1983
November 1983
November 1984
November 1985
April 1986
April 1987
Juli 1988
November 1988
Mai 1990
Oktober 1991
Juni 1991
April 1992
Oktober 1992
März 1993
August 1993
November 1993
Februar 1994
März 1994
April 1994
September 1994
Juni 1995
August 1995
August 1996
November 1996
September 1997
November 1997
Dezember 1997
März 1998
Juni 1998
Juli 1998
August 1998
April 1999
Mai 1999
Juli 1999
September 1999
November 1999
Februar 2000
April 2000
Oktober 2000
März 2001
April 2001
Mai 2001
Juni 2001
25. Oktober 2001

Bezeichnung:

> MS-DOS 1.0
> MS-DOS 2.0
> Microsoft Windows angekündigt
> MS-DOS 3.1
> Microsoft Windows 1.0
> MS-DOS 3.2
> MS-DOS 3.3, Windows 2.0
> MS-DOS 4.0
> MS-DOS 4.01
> Microsoft Windows 3.0
> Windows 3.0 mit Multimedia
> MS-DOS 5.0
> Windows 3.1
> Windows for Workgroups 3.1
> MS-DOS 6.0
> Windows NT 3.1
> MS-DOS 6.2
> Windows for Workgroups 3.11
> MS-DOS 6.21
> MS-DOS 6.22
> Windows NT 3.5
> Windows NT 3.51
> Windows 95
> Windows NT 4.0
> Windows CE 1.0
> Windows NT 5.0 "Codenamed Cairo" Beta 1*
> Windows CE 2.0
> Windows NT 4.0 Option Pack
> Windows 98 Crashes At Spring COMDEX
> Windows 98
> Windows CE 2.1
> Windows NT 5.0 "Codenamed Cairo" Beta 2
> Windows 2000 Beta 3
> Windows 98 Second Edition
> Windows 2000 Release Candidate 1
> Windows 2000 Release Candidate 2
> Windows 2000 Release Candidate 3
> Windows 2000 Released
> Windows Millenium Released
> Windows "Codenamed" Whistler Beta 1
> Windows XP Beta 2
> Windows XP RC1
> Windows XP RC2
> Windows XP RTM
> Windows XP retail release

Dokumentation der Windows-Versionen durch Screenshots (größeres Bild durch Anklicken):

Windows 1.0 - Bild
 
Windows 2.0 - Bild
Windows 1.0
 
Windows 2.0
     
Windows 3.0 - Bild
 
Windows 95 - Bild
Windows 3.0
 
Windows 95
     
Windows 98 - Bild
 
Windows ME - Bild
Windows 98
 
Windows ME
     
Windows NT - Bild
 
Windows 2000 - Bild
Windows NT
 
Windows 2000
     
Windows XP - Bild
   
Windows XP
   

Windows XP

Windows Whistler (der Codename bis Februar 2001) ging mit dem Namen Windows XP unter der Windows Version 5.1 in den Handel. Windows XP führt den Home-Bereich und den Business-Bereich zusammen und führt die Entwicklungen basierend auf Windows 2000 und Windows ME letztendlich zu einem Produkt. Dabei wurde das Betriebssystem vor allem auf der NT-Technologie aufbauend entwickelt.
Es besitzt sämtliche Eigenschaften von Windows 2000 und wurde um nützliche (?) Multimediafunktionen von Windows ME erweitert. Dazu zählt der Mediaplayer, welcher in das System integriert wurde, der Moviemaker, System Recovery und der Support. Es soll auch eine verbesserte Online-Update-Möglichkeit geben, und auch eine Personal Firewall soll in jeder Version inkludiert sein (ob Sinn oder Unsinn sei einmal dahingestellt).

Zu den wichtigsten unterstützten Hardware-Standards gehören:

Das Win32 Driver Model (WDM) ist ein neues, einheitliches Treibermodell für Windows 2000, XP und zukünftige Windows Versionen. Das WDM ermöglicht für einige verbreitete Gerätetypen (zum Beispiel USB und IEEE 1394 ) den Einsatz eines einzigen Treibers für die verschiedenen Betriebssystem-Versionen. Das WDM wurde implementiert, indem mit Hilfe eines speziellen virtuellen Gerätetreibers (NTKERN.VXD) bestimmte NT-Kerndienste zu den nicht NT-Verisionen hinzugefügt wurden. Auf diese Weise ist das System in der Lage, alte Treiber ohne Einschränkung zu unterstützen und gleichzeitig den Einsatz neuer WDM-Treiber zu ermöglichen.

Es gibt 4 XP-Ausführungen:

Im Laufe des Jahres 2002 soll dann zusätzlich zu der 32 Bit Version auch eine 64 Bit Version des Advanced Servers und der Professional Edition erhältlich sein. Microsoft steht diesbezüglich stark unter Druck, da Intel die Linux-Plattform finanziell unterstützt und Linux-Entwicklern bereits Datenblätter für die 64-Bit-Version des Intel Prozessors (Itanium 64) zukommen hat lassen.

Bei Windows XP fallen viele Layoutveränderungen auf, die den Umgang mit dem System vereinfachen und optimieren. Mit einigen Tricks lässt sich beispielsweise ein neues Startmenü aktivieren ("Start Panel"), zusätzlich gibt es eine Art Startmenü-Active Desktop ("Start Page"). Es gibt auch einen "integrierten Emulator", der auf Wunsch ein Windows 95 oder NT4 System für eine Anwendung emuliert.

Windows XP geht vollkommen in der .NET-Strategie von Microsoft auf. Bei Windows 2000 ist das so genannte .NET-Framework noch ein Aufsatz auf das Betriebssystem. Bei Windows XP ist es bereits komplett integriert. Der Active Desktop beispielsweise hat sich von der optionalen Komponente zum integralen Bestandteil entwickelt. Somit kann Windows XP selbst als .NET-Server gegenüber seinem Benutzer auftreten.

Die Oberfläche von Windows XP lässt sich anpassen, und zwar insofern, dass zwischen dem neuen Desktop namens Luna und der alten Oberfläche von Windows 2000 hin- und hergeschaltet werden kann.

Windows XP <-> 2k - Bild

Die Oberflächen von XP und 2k im direkten Vergleich.

Wincustomize - Bild

Mit Wincustomize kann man sich ein eigenes Layout für Windows XP zurechtlegen.

Windows XP - Vergleich von Home- und Professional-Version:

  Home Prof.
SMP - +
NTFS-Verschlüsselung - +
9x/ME-Update + +
NT/2000-Update - +
Desktop-Fernzugriff - +
Backup/Recovery - +
Benutzerverwaltung (+) +
Policies - +
Netware-Client - +
Fax - +
Multimonitor - +
dynamische Datenträger - +
Domain-Mitgliedschaft - +
Offline-Dateien - +
Desktop-Roaming - +
Terminal Service Client - +

- nicht vorhanden + vorhanden (+) eingeschränkt vorhanden

Windows XP Systemanforderungen:

Whistler Personal

CPU

RAM

Whistler Professional (32-Bit Edition und für Intel Itanium Systeme)

CPU

RAM

Whistler Advanced Server (32-Bit Edition und für Intel Itanium Systeme)

CPU

RAM

Sämtliche HCLs auf dem FTP-Server von Microsoft --> Link

Details zur Produktaktivierung von Windows XP --> Licenturion.com

Aussichten von Windows

Windows wird im End-User-Bereich mit ziemlicher Sicherheit noch länger die marktführende Position beibehalten. Vor allem in Bezug auf Promotion und Marketing ist Microsoft momentan einfach nicht zu schlagen. Und solange Windows-CDs noch so gut wie jedem gekauftem PC beiliegt werden, werden sich viele User einfach nicht nach Alternativen umsehen und dem Monopol "verfallen". Im Server- und Backend-Bereich, in denen es um professionelle, skalierbare und sichere Umgebungen geht dagegen wird die Konkurrenz zunehmend stärker und hat sich in einigen Bereichen bereits (zurecht!) etabliert. Man soll sich also dessen bewusst sein, dass nicht immer jenes das Beste ist was "alle" verwenden, denn bekanntlich kreisen auch Millionen Fliegen um die Scheiße.

Eine - meiner Meinung nach - sehr lesenswerte Stellungnahme zu diesem Thema stammt von katopp in einem Heise­Forum.

-> .NET - Die Vision von Microsoft - Einführung

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