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HowTo - Installation und Einsatz von Linux auf dem Sony VAIO FX 602 Laptop (letzte Aktualisierung am 25.08.2005)

Überblick

Achtung: seit Ende August 2005 besitze ich einen neuen Laptop (Samsung X20) und diese Seite wird daher nur mehr selten aktualisiert.

Technische Spezifikation

Zusammenfassung

Vorwort

Diese Anleitung beschreibt die Installation und Konfiguration von Debian/GNU Linux bzw. grml auf einem Sony VAIO FX 602-Notebook. Die Anleitung sollte auch für andere Sony VAIO Notebooks mit AMD-Prozessoren gültig sein. Der Teil zu ACPI sollte ebenfalls für andere Notebooks hilfreich sein.

Die letzte große Aktualisierung des Debian-Teiles dieser Seite fand am 17.10.2004 statt. Mittlerweile habe ich als Hauptentwickler von grml natürlich eine grml-Installation am Laufen. Die Installation via grml2hd dauerte keine 15 Minuten, natürlich inklusive vollständiger Hardwarerkennung. Die hier erwähnten Beschreibungen beziehen sich daher auf den Stand Ende des Jahres 2004 mit einer Debian-Installation und aus Archivierungsgründen bleiben sie auch in Zukunft an dieser Stelle bestehen. Da grml auf Debian basiert sind die Informationen systemübergreifend, wobei sich der Grossteil dieser Seite auf ein blankes Debian-System bezieht, da grml die Hardware sowieso und ohne Zutun unterstützt. ;-)

Falls jemand Anmerkungen, Ergänzungen oder einfach nur Feedback für mich hat: bitte mich kontaktieren.

Installation des Basissystem von Debian auf Sony VAIO FX 602 Laptop

Auf Basis einer Vorab-Version von Debian-Sarge habe ich mein Notebook im Juni 2004 mit einer neuen Debian-Installation versehen. Die dabei durchgeführten Schritte habe ich hier festgehalten.

Die Konfiguration des Systems

Der X-Server (Grafik, Keyboard, Maus)

XServer

Die Installation des X-Server selbst geht ganz einfach. Ein "apt-get install xserver-xfree86" reicht, um den X-Server zu installieren. Die vorgeschlagene Konfiguration (ATI-Grafikkarte) ist in Ordnung. Die Treiber funktionieren zwar ohne Probleme, allerdings fehlen noch Support von XVideo und 3D-Beschleunigung. Mittlerweile gibt es in Debian X.org, dies ist bei grml schon länger der Fall und der X-Server funktioniert im 2D-Modus ohne Probleme.

XVideo

Peter Weissgerber hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass es für XFree86 ein gutes Add-On namens ati.2 von gatos.sf.net gibt. Mit diesem Treiber funktioniert XVideo (Achtung: aber nicht 3D-Support!). Die Installation ist denkbar einfach:

cd /usr   # Backup von /usr/X11R6/lib/modules nicht vergessen!
wget http://mesh.dl.sourceforge.net/sourceforge/gatos/ATI-4.3.0-14.i386.tar.gz
tar zxf ATI-4.3.0-14.i386.tar.gz
Dann startet man X und kontrolliert ob XVideo auch korrekt läuft, so sollte es aussehen:
$ grep XVideo /var/log/XFree86.0.log
(II) Loading extension XVideo
(II) Loading extension XVideo-MotionCompensation

3D-Beschleunigung

3D-Beschleunigung wird via DRM-Kernel-Modul und dem DRI-Teil von XFree86 erledigt. Leider werden ATI Mobility-Grafikkarten weder vom Vanilla-Kernel noch von Standard-XFree86 unterstützt. 'Unified DRI and XVideo Support for Mach64' (also nicht nur XVideo-Unterstützung sondern auch 3D-Beschleunigung) bekommt man mit den Treibern von Terinal Burn bzw. dem Mach64-Teil von XFree. Es gibt vom Mach64-CVS-Branch dank Michel Dänzer auch Debian-Pakete (siehe auch README.Debian), die man mit folgendem Eintrag in /etc/apt/sources.list bekommen kann:

deb http://people.debian.org/~daenzer/dri-trunk-unstable/ ./

Via:

# apt-get update && apt-get install \
          drm-trunk-module-src      \
          xlibmesa-gl1-dri-trunk    \
          xserver-xfree86-dri-trunk

erhält man dann die relevanten Pakete.

Anmerkung: mit Kernel 2.6 funktioniert bei mir ausschliesslich die Trunk-Version, wer ein älteres System als Debian unstable mit Kernel 2.6 verwendet kann mit Folgendem Erfolg haben:

# /etc/apt/sources.list
# für stable
deb http://people.debian.org/~daenzer/dri-mach64/     ./
# für testing und unstable
deb http://people.debian.org/~daenzer/dri-mach64-sid/ ./

# Installation:
# apt-get update &&  apt-get install \
          xserver-xfree86-dri-mach64 \
          xlibmesa-gl1-dri-mach64    \
          drm-mach64-module-src

Nun muss man die DRI-Module kompilieren:

wget http://www.freedesktop.org/~dri/snapshots/archive/mach64-20040716-linux.i386.tar.bz2
tar jxfv mach64-20040716*.tar.bz2 && cd dripkg
su -c './install.sh'

Das Modul mach64 muss man via modprobe noch laden und nach dem Neustart des X-Servers sollten folgende Zeilen im Log auftauchen:

$ grep -e drm -e dri /var/log/XFree86.0.log | grep '(II)'
(II) LoadModule: "dri"
(II) Loading /usr/X11R6/lib/modules/extensions/libdri.a
(II) Module dri: vendor="The XFree86 Project"
(II) Loading sub module "drm"
(II) LoadModule: "drm"
(II) Loading /usr/X11R6/lib/modules/linux/libdrm.a
(II) Module drm: vendor="The XFree86 Project"
(II) Loading /usr/X11R6/lib/modules/drivers/ati_drv.o
(II) ATI: ATI driver (version 6.5.3) for chipsets: ati, ativga
(II) Loading /usr/X11R6/lib/modules/drivers/atimisc_drv.o
(II) ATI(0): [drm] SAREA 2200+1208: 3408
(II) ATI(0): [drm] loaded kernel module for "mach64" driver
(II) ATI(0): [drm] created "mach64" driver at busid "PCI:1:0:0"
(II) ATI(0): [drm] added 8192 byte SAREA at 0xd0d6e000
(II) ATI(0): [drm] mapped SAREA 0xd0d6e000 to 0x40a1b000
(II) ATI(0): [drm] framebuffer handle = 0xe9000000
(II) ATI(0): [drm] added 1 reserved context for kernel
(II) ATI(0): [drm] Will request pseudo-DMA (MMIO) mode
(II) ATI(0): [drm] register handle = 0xe8100000
(II) ATI(0): [dri] Visual configs initialized
(II) ATI(0): [dri] Block 0 base at 0xe8100400
(II) ATI(0): [drm] installed DRM signal handler
(II) ATI(0): [drm] Added 128 16384 byte DMA buffers
(II) ATI(0): [drm] Mapped 128 DMA buffers at 0x44921000
(II) ATI(0): [drm] Installed interrupt handler, using IRQ 5
(II) Keyboard "Keyboard0" handled by legacy driver

Und auch glxinfo liefert positive News:

$ glxinfo | grep rendering
direct rendering: Yes
$ grep XFree86-DRI /var/log/XFree86.0.log
(II) Loading extension XFree86-DRI

Meine Konfiguration mit 2.6.8.1 lieferte mir folgende Performance-Werte:

$ glxgears
816 frames in 5.0 seconds = 163.200 FPS
910 frames in 5.0 seconds = 182.000 FPS
905 frames in 5.0 seconds = 181.000 FPS
909 frames in 5.0 seconds = 181.800 FPS
907 frames in 5.0 seconds = 181.400 FPS
903 frames in 5.0 seconds = 180.600 FPS
[...]

DVD-Schauen im Fullscreen-Modus verursacht ungefähr 35% CPU-Last.

Maus

Ich habe eine externe USB-Maus in Verwendung, die auch über ein Scrollrad verfügt. Um das Scrollrad zu verwenden, benötigt man das ImPS/2-Protokoll. Ich hab in meiner XF86Config-4 sowohl das Touchpad als auch die USB-Maus konfiguriert. Wer das eine oder andere deaktivieren will, muss nur den jeweiligen Abschnitt auskommentieren. Es funktionieren aber auch Touchpad und externe Maus (inklusive Scrollrad) gleichzeitig und unabhängig von einander.

Sonstiges

Hier meine "XF86Config-4"-Datei, die unter /etc/X11/ liegt.

@Sarge: Die Schriften waren defaultmäßig nicht perfekt. Anpassen der /etc/fonts/local.conf, ein Lauf von 'fc-cache -f -v' und 'cd /usr/share/fonts/truetype/ && ttmkfdir > fonts.dir' bzw. mkfontdir haben abgeholfen.

TV-Out (Fn+F8) ist laut gaugusch.at/vaio/ defaultmäßig auf NTSC statt auf PAL. Mit dem Tool atitvout kann man dem Abhilfe schaffen. Version 0.4 kompilierte bei mir ohne Probleme, testen konnte ich es mangels Gelegenheit noch nicht. Ich konnte aber feststellen, dass der Laptop mit älteren Kernelversionen oft einfrierte, wenn man einen Beamer anschliesst während der Laptop läuft. Abhilfe schaffte bei mir das Anstecken des Beamer-Kabels vor dem Einschalten des Laptops. Mit halbwegs aktuellen 2.6er Kernelversionen konnte ich dieses Verhalten glücklicherweise aber kein einziges Mal mehr beobachten.

Sound

Der AC97 Audio Controller [VIA Technologies, Inc. VT82C686 AC97 Audio Controller (rev 50)] wurde in meiner Grundinstallation von Debian Woody nicht korrekt erkannt. Der Sound funktionierte also nicht - dies liegt an einem falschen Treiber. Wenn man seinen eigenen Kernel backt, muss man bei "Sound - Sound card support" den VIA 82C686 Audio Codec und das Modul "VIA 82C686 MIDI" aktivieren. Dann klappt es auch mit Sound. Bei Debian Sarge funktionierte der Sound mit Alsa out-of-the-box, bei grml selbstverständlich ebenso.

Netzwerk

Debian Sarge hat die Netzwerkkarte sofort richtig erkannt. "lspci" für den Ethernet-Controller gibt folgendes aus:

Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL-8139 (rev 10)

Beim Kernelbacken setzt man unter Ethernet (10 or 100Mbit) einfach folgende Werte:

CONFIG_NET_ETHERNET=y
CONFIG_NET_PCI=y
CONFIG_8139TOO=y

CD-Brenner

Klappt via "modprobe ide-scsi" ohne Probleme:

root@tweety:/home/mika# modprobe ide-scsi && cdrecord -scanbus
Cdrecord 1.10 (i686-pc-linux-gnu) Copyright (C) 1995-2001 Jörg Schilling
Linux sg driver version: 3.1.22
Using libscg version 'schily-0.5'
scsibus0:
        0,0,0     0) 'HL-DT-ST' 'RW/DVD GCC-4080N' '0010' Removable CD-ROM
        0,1,0     1) *
        0,2,0     2) *
        0,3,0     3) *
        0,4,0     4) *
        0,5,0     5) *
        0,6,0     6) *
        0,7,0     7) *
root@tweety:/home/mika#

Mit Kernel 2.6 benötigt man die SCSI-Emulation nicht mehr und Brennen sollte via 'cdrecord -device=/dev/hdc' ohne Probleme funktionieren.

Powermanagement

APM

$ apm --verbose
APM BIOS 1.2 (kernel driver 1.16)
AC on-line, battery status high: 100%

APM ist leider recht buggy. "apm --supsend" und "apm --standby" funktionieren nicht, bzw. der Laptop legt sich zwar schlafen, kommt aber aus dem Suspend-/Standbymodus nicht mehr hoch ;-(. Auch läuft der Lüfter durchgehend - meiner Meinung nach also definitiv nicht empfehlenswert.

ACPI

Meine erste Erfahrung mit ACPI am Sony-VAIO habe ich mit der ACPI-Version vom 26.07.2002 (erhältlich bei sf.net/projects/acpi/) gemacht. Zumindest der Prozessor wurde gedrosselt und einige anderen Funktionen wurden unterstützt. Ein Problem war aber vor allem, dass die Funktionstasten (Sound aus, Helligkeit vom Display regeln, Suspend,...) auf Eingaben nicht reagierten. Die meisten dieser haben dann mit Kernelversion 2.4.21 und einem neueren ACPI-Patch (acpi-20030619-2.4.21.diff.gz) funktioniert.

Dann habe ich einige Zeit Kernel 2.6.8.1 verwendet, zusammen mit powernowd läuft das Drosseln der CPU wunderbar. (cpufreq habe ich ebenso getestet, allerdings lief das nicht wirklich wie es sollte.) Achtung: Bis inklusive 2.6.11 hat es dann auch keinerlei Probleme gegeben, ab 2.6.12 funktioniert cpufreq aber leider mit powernow-k7 nur, wenn man den SMP-Support im Kernel deaktiviert! 'watch -n 1 cat /proc/cpuinfo' zeigt wie elegant die CPU je nach Bedarf gedrosselt wird. Via:

# Laden der Userspace-Modules
modprobe cpufreq_userspace
# Laden des Powernow-Modules
modprobe powernow-k7
# ins passende Verzeichnis wechseln
cd /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/
# auf Userspace umstellen
echo -n userspace > scaling_governor
# Anzeigen der verfügbaren Modi
cat scaling_available_frequencies
# $frequency anpassen und Frequenz setzen
echo -n $frequency > scaling_setspeed
# Kontrolle ob es wohl richtig gesetzt wurde
cat /proc/cpuinfo | grep 'cpu MHz'
kann man die Frequenz des Prozessors auch manuell setzen.

Man kann die CPU auch manuell "throttlen", allerdings gibt es dabei keine Spannungskontrolle - das spart also keine Batterie sondern schont nur die CPU ein wenig:

echo -n $1 > /proc/acpi/processor/CPU0/throttling
Andere nützliche Informationen:
cat /proc/acpi/battery/BAT1/state            # Status des Akkus
cat /proc/acpi/thermal_zone/THRM/temperature # Temperatur-Anzeige
Generell sind die folgenden Verzeichnisse eines Blickes wert:
/proc/acpi
/sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/
/sys/module/powernow_k7/

Meine Konfiguration erlaubt folgende Sleep-States:

$ cat /sys/power/state
standby mem disk

Dank dem Leitfaden[tm] von Torsten Flammiger läuft bei mir auch Suspend-To-Disk mit ein wenig Aufwand. Ich habe mich dann nicht all zu lange damit herumgespielt, aber das Schlafenlegen und anschliessendes Resume klappte wie gewünscht. Anmerkung: Ich habe versucht, die folgende Anleitung möglichst generisch zu schreiben, sie gilt somit auch für andere Laptops!

Als erstes muss man sich einmal den Intel IASL-Compiler holen. Mit diesem kann man die kaputte dsdt vom BIOS fixen. Wer diesen Punkt überspringen möchte kann sich meine gepatchte Version der dsdt herunterladen oder sich meine dsdt.dsl als Beispiel anschauen. (Ich habe Feedback bekommen dass meine Version auch die Probleme auf einem Sony VAIO FX604 behebt und tadellos funktioniert.) Generell empfehle ich aber ein Anpassen auf die eigenen Bedürfnisse. Dazu muss man folgende Schritte durchführen:

[~/Source/acpica-unix-20040715/compiler]$ ./iasl -tc dsdt.dsl

Intel ACPI Component Architecture
ASL Optimizing Compiler / AML Disassembler version 20040715 [Aug 15 2004]
Copyright (C) 2000 - 2004 Intel Corporation
Supports ACPI Specification Revision 2.0c

dsdt.dsl   223:     Method (\_WAK, 1, NotSerialized)
Warning  2026 -                 ^ Reserved method must return a value (_WAK)

dsdt.dsl  3063:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3080:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3092:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3111:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3116:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3208:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3218:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3230:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3244:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

dsdt.dsl  3249:     Store (Local0, Local0)
Error    1013 -                 ^ Method local variable is not initialized (Local0)

ASL Input:  dsdt.dsl - 4167 lines, 145264 bytes, 2299 keywords
Compilation complete. 10 Errors, 1 Warnings, 0 Remarks, 613 Optimizations
[~/Source/acpica-unix-20040715/compiler]$

Nun behebt man diese Fehler in der dsdt.dsl mit den Hinweisen von www.cpqlinux.com/acpi-howto.html. Wenn das erfolgreich war sollte beim Generieren der AML in einer C-Hextable folgender Output erscheinen:

[~/Source/acpica-unix-20040715/compiler]$ ./iasl -tc dsdt.dsl

Intel ACPI Component Architecture
ASL Optimizing Compiler / AML Disassembler version 20040715 [Aug 15 2004]
Copyright (C) 2000 - 2004 Intel Corporation
Supports ACPI Specification Revision 2.0c

ASL Input:  dsdt.dsl - 4171 lines, 145416 bytes, 2290 keywords
AML Output: DSDT.aml - 18958 bytes 544 named objects 1746 executable opcodes

Compilation complete. 0 Errors, 0 Warnings, 0 Remarks, 615 Optimizations
[~/Source/acpica-unix-20040715/compiler]$

Nun muss man noch den Kernel passend patchen:

[~/Source/acpica-unix-20040715/compiler]$ cp dsdt.hex \
 ~/Source/linux/linux-2.6.8.1/drivers/acpi/dsdt_table.h
[...]
[~/Source/linux/linux-2.6.8.1/drivers/acpi]$ diff -u osl.c.original osl.c
--- osl.c.original      2004-08-15 22:48:01.000000000 +0200
+++ osl.c       2004-08-15 22:48:55.000000000 +0200
@@ -43,6 +43,8 @@

 #include <linux/efi.h>

+#include "dsdt_table.h"
+

 #define _COMPONENT             ACPI_OS_SERVICES
 ACPI_MODULE_NAME       ("osl")
@@ -235,7 +237,9 @@
        if (!existing_table || !new_table)
                return AE_BAD_PARAMETER;

-       *new_table = NULL;
+//     *new_table = NULL;
+    *new_table=(strncmp(existing_table->signature, DSDT_SIG, 4)) ? NULL
+                        : (struct acpi_table_header *) AmlCode;
        return AE_OK;
 }

[~/Source/linux/linux-2.6.8.1/drivers/acpi]$

Nun noch Kernel-Kompilieren und mit 'pmdisk-swa=/dev/hda4 resume=/dev/hda4' als (zusätzliche) Bootparamenter für die Swap-Partition (das Device natürlich anpassen) sollte der Kernel für S4 bereit sein:

# dmesg | grep DSDT
ACPI: DSDT (v001  SONY  K5       0x06040000 MSFT 0x0100000d) @ 0x00000000
   tbget-0291: *** Info: Table [DSDT] replaced by host OS
Table [DSDT](id F005) - 550 Objects with 44 Devices 161 Methods 21 Regions

Nun geht es ans Eingemachte:

cat /proc/modules > /tmp/geladene_module     # zur Sicherheit
rmmod `cat /proc/modules| awk '{print $1}'`  # Module entfernen
echo 4 > /proc/acpi/sleep                    # Schlafenlegen

Wichtig ist, dass man feststellt, welche Dämonen gestoppt und welche Module entfernt gehören. Es gibt auch für Kernel der 2.6er-Serie Patches für Software Suspend for Linux und auch Skripte für S4-Modus, diese habe ich allerdings noch nicht probiert.

Für mich hilfreiche Ressourcen waren:

Um auf ACPI-Events (z.B. Nutzen der Sleep-Taste 'Fn-F12') zu reagieren kann man acpid (auch als Debian-Paket verfügbar) nutzen. apmd (ebenfalls als Debian-Paket verfügbar) ist das APM-Äquivalent zu acpid und benötigt die Kernel-Option 'apm=on' beim Booten.

Tuning ;-)

DMA (UDMA2 für DVD-Laufwerk [Identifikation = HL-DT-ST], UDMA5 für die Festplatte [Identifikation = HITACHI_DK23DA-20]) war auf dem Debian-Sarge-System und meiner Kernelkonfiguration defaultmäßig aktiviert. Beim wem das nicht der Fall sein sollte, der fügt einfach folgende Einträge in das Startskript "/etc/init.d/bootmisc.sh" hinzu:

hdparm -c1 -d1 -k1 /dev/hda # Festplatte
hdparm -c1 -d1 -k1 /dev/hdc # DVD-ROM/CD-Brenner

Den eigenen Kernel backen

Um Linux wirklich perfekt an die Hardware und die Bedürfnisse des Benutzers anzupassen, empfiehlt es sich, einen eigenen Kernel zu backen. Ich habe für meinen Laptop ursprünglich die Kernel-Version 2.4.18 verwendet, bin über diverse 2.5er- und 2.6-test-Kernel gegangen und auf der Debian-Installation am Ende bei 2.6.8-rc3 angelangt (danach hab ich nur mehr grml-kernel im Einsatz gehabt). Einfach die Sourcen von www.kernel.org runterladen und entpacken. Dann in das Verzeichnis "linux" wechseln und "make menuconfig" ausführen. In der Kernel-Konfiguration kann dann das System an die Bedürfnisse optimiert werden. Die Konfiguration kann auch von einer Datei eingesen werden, wer die manuelle Konfiguration scheut kann sich meine Kernel-Config für den Sony VAIO FX602 downloaden:

Nach der Konfiguration der Kernel-Optionen müssen diese gespeichert werden und dann den Kernel wie gewöhnlich kompilieren (oder bei Debian via make-kpkg erledigen [lassen]). Nicht vergessen den Bootmanager anzupassen (und bei LILO auch /sbin/lilo aufzurufen ;-)) - hier eine Beispielskonfiguration für LILO:

#############################################################
# /etc/lilo.conf - See: `lilo(8)' and `lilo.conf(5)',
lba32
boot=/dev/hda
root=/dev/hda2
install=/boot/boot-menu.b
map=/boot/map
delay=20
prompt
timeout=150
vga=normal

# want to use a picture? ->
# bitmap=/boot/rubeo.bmp
# bmp-table = 15,16;3,12,21,4
# bmp-colors = 7,,0;255,,0
# bmp-timer = 70,29;7,0,2

# Nun folgt der für den eigenen Kernel-Bau relevante Teil:
# ---------------------------------------------------------
# Standardmäßig soll der neue Linux-Kernel verwendet werden:
  default=Linux

# Hier wird der Pfad zum neuen Kernel spezifiziert:
  image=/boot/vmlinuz-2.6.0
        label=Linux
        read-only

# und hier der Pfad zum alten Kernel
  image=/vmlinuz
        label=LinuxOld
        read-only

# falls noch Vorhanden kann auch ein anderes
# Betriebssystem in das Boot-Menü inkludiert werden:
  other=/dev/hda1
    label="WinNT(hda1)"
#############################################################

Hier eine Beispielkonfiguration für grub:

# menu.lst - See: grub(8), info grub, update-grub(8)
#            grub-install(8), grub-floppy(8),
#            grub-md5-crypt, /usr/share/doc/grub
#            and /usr/share/doc/grub-doc/.

# some default options
  default 0
  timeout 5
# Pretty colours
  color cyan/blue white/blue
# splashimage=(hd0,1)/boot/grub/splash.xpm.gz

# Bootmenue:

# from my old installation:
  title=Debian 3.0 - 2.4.21
  root (hd0,1)
  kernel /boot/vmlinuz-2.4.21 root=/dev/hda2 vga=0x0317

  title=Debian 3.0 - 2.6.0
  root (hd0,1)
  kernel /boot/vmlinuz-2.6.0 root=/dev/hda2 vga=0x0317

# my current installation:
  title           Debian GNU/Linux, kernel 2.6.8-rc3
  root            (hd0,1)
  kernel          /boot/vmlinuz-2.6.8-rc3 root=/dev/hda2 vga=0x0317 ro
  savedefault
  boot

  title           Debian GNU/Linux, kernel 2.6.8-rc3 (recovery mode)
  root            (hd0,1)
  kernel          /boot/vmlinuz-2.6.8-rc3 root=/dev/hda2 ro single
  savedefault
  boot

Falls jetzt etwas unklar ist hilft ein RTFM ;-)

So, das wars auch schon - jetzt sollte der neue Kernel ohne Probleme laufen. Viel Spass mit dem System! Feedback ist willkommen!

Sonstiges

Das SonyPI-Modul (Sony Programmable Interrupt Controller) des Linux-Kernels verwende ich nicht. Es gibt laut gaugusch.at/vaio/ Probleme mit den I/O-Adressen im Portbereich des VIA-Onboard-Sounds.

Wenn man KDE als Desktop-Environment verwendet kann ich klaptopdaemon zur Anzeige und Verwaltung der Akkuinformationen empfehlen. kwifimanager ist praktisch wenn man eine WLAN-Karte im Einsatz hat. ksysguard zeigt z.B. den Status der CPU und des Speichers an.

Kann ich das Notebook weiterempfehlen? Das Display finde ich von der Qualität her sehr gut (eine größere Auflösung als 1024x800 wäre aber durchaus fein). Der Akku hat keine so tolle Laufzeit wie ich sie von aktuellen Pentium-M-Systemen und Apple-Notebooks kenne, ich habe das Notebook vorwiegend als mobilen Desktopersatz benutzt. APM und ACPI sind im Vergleich zu z.B. IBM-Notebooks doch ein wenig crappy, aber besser als bei so manchem neumodischen Notebook. Booten via USB hat mir vor allem seit grml-small gefehlt. Das Notebook ist relativ robust, auch nach über 3 Jahren im ständigen Einsatz funktioniert die Tastatur einwandfrei und es gibt nur wenige sichtbare Gebrauchsspuren. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Notebook durchaus zufrieden. Zumindest als ich den Kauf plante gab es (im Kosten-/Nutzenverhältnis) für mich nichts besseres. Alle für mich wirklich wichtigen Funktionen laufen - nach teilweise doch ein wenig Fricklerei - aber doch ganz fein.

Konfigurationsdateien

Ausgabe von ...

Links und Informationen

 

Fragen, Probleme, Anregungen, Wünsche, Beschwerden? - www.michael-prokop.at/kontakt/

 

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