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Was ist BSD? - BSD vs. Linux/Windows - Software - Und was gibt es sonst noch? - Literatur

BSD

Was ist BSD?

BSD steht für 'Berkeley Software Distribution'. BSD basiert auf dem Betriebssystem der 'University of California at Berkeley (UCB)' (bzw. AT&Ts Betriebssystem - Stichwort 'UNIX System V'). Die diversen freien BSD-Varianten sind deshalb auch als 4.4BSD-Lite bekanntgeworden. Zu 4.4BSD kam es, weil AT&T herausgefunden hat, dass Teile des 32v-Codes in BSD zu finden waren und dieser entfernt werden musste. Weiters flossen einige Erweiterungen aus der ``4.4BSD-Lite2''-Release mit ein. Es basiert außerdem indirekt auf der von William Jolitz unter dem Namen ``386BSD'' herausgebrachten Portierung der 'Net/2'-Release der UCB auf die i386-Plattform - allerdings ist nur wenig vom 386BSD-Code übriggeblieben.

Die Timeline bzw. die Entwicklungsgeschichte gibt es schön dokumentiert von Éric Lévénez: Unix History und auf www.tuhs.org

Unterschied zwischen Free-, Net- und OpenBSD

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen FreeBSD, NetBSD und OpenBSD? Kurz gefasst: während FreeBSD versucht, sehr einsteigerfreundlich und für die i386-Architektur zu sein ist NetBSD auf so gut wie jeder(?) Plattform lauffähig (wenn ein Bügeleisen einen Prozessor hätte...) und OpenBSD verschreibt sich speziell dem Thema Security. Von James Howard gibt es dazu einen lesenswerten Artikel (englisch)

BSD vs. Linux/Windows

Ein offensichtlicher Unterschied von BSD im Vergleich zu Linux ist einmal das Lizenzmodell. Während Linux unter der GNU GPL steht sind die BSD-Derivate unter die BSD-Lizenz (FreeBSD-Lizenz-Info) gestellt. Während die GPL in Bezug auf freie Software sehr restriktiv ist, sieht die BSD-Lizenz das etwas lockerer. Die einzige Bedingung ist, dass der Copyright-Vermerk nicht entfernt werden darf, ansonsten kann man alles mit der darauf basierenden Software machen - auch kommerzielle Nutzung ist möglich (vergleiche TCP/IP-Stack von BSD in Windows und FreeBSD in Mac OS X). Zum Thema Lizenzen ist der Artikel Categories of Free and Non-Free Software von GNU.org lesenswert.

Persönlich sehe ich BSD als mächtige Serverplattform aber auch als ein interessantes Desktop-Betriebssystem. Es gibt zwar nicht jene Fülle an Software wie für Windows, aber abgesehen vom Kostenfaktor (viel freie Software: keine/kaum Lizenzkosten) gibt es gerade für Alltagsaufgaben sehr brauchbare Software. Was ich an BSD besonders schön finde ist die Dokumentation, denn die kommt in einem Guss daher. Denn das Handbuch und die FAQ sind für die meisten Probleme ausreichend. Man muss nicht wie bei Linux unzählige einzelne FAQs, man-/infopages und HowTos/Guides abklappern bzw. sich so wie bei Windows auf die MS-Suchmaschine oder die mitgebrachte, nicht immer korrekte und zuverlässige Dokumentaion hoffen.

Weitere (nicht immer objektive) Vergleiche:

Wie gut skaliert *BSD?

Ein guter Anhaltspunkt dafür sind Felix von Leitners Unix scalability benchmarks.

Software

Das Software-Paketmanagement wird bei BSD mit dem Ports- bzw. Packages-System erledigt. Der Portstree ist eine Ansammlung an Makefiles die den Installations-Prozess von Software auf ein Minimum an Aufwand reduzieren. Packages sind vorkompilierte Binärpakete (precompiled binaries), vergleichbar mit Debians 'apt-get install paket'. pkgsrc (NetBSD Packages Collection) enthält über 4000 Applikationen.

Und was gibt es sonst noch?

Und Darwin? Darwin - Apples Mac OS X-Kernel (xnu) - basiert auf FreeBSD. Genauer:

Quelle: http://forums.devshed.com/t73907/s.html
Das Userland von Darwin basiert allerdings auf FreeBSD, NetBSD und OpenBSD.

Literatur

Online

Englisch

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